Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA)

Die E. [engl.: European Maritime Safety Agency] wurde 2002 durch eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates der EU gegründet. Sitz ist Lissabon. Anlass für die Gründung der E. waren 2 Tankerhavarien 1999 und 2002, die große Ölverschmutzungen an der frz. und span. Küste verursachten. Hauptaufgabe der E. ist, ein einheitliches und hohes Schutzniveau im Seeverkehr sicherzustellen und Verschmutzungen durch Schiffe im Gemeinschaftsgebiet zu vermeiden. Dazu berät und unterstützt sie die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten und soll den Informationsaustausch verbessern. Mit dem System »SafeSeaNet« kann die E. die Fortbewegung von Schiffen mit gefährlicher Ladung verfolgen. Das Netz dient zugleich der Harmonisierung von Untersuchungen bei Seeunfällen. Seit 2007 setzt die E. das »CleanSeaNet« ein, das als Frühwarnsystem funktioniert. So können per Satellit Unfälle oder illegal ins Meer gelangte Schadstoffe schnell geortet und erfasst werden. Bei der Beseitigung von starken Meeresverschmutzungen hilft die Agentur den betroffenen Staaten mit Spezialschiffen. Der Haushalt umfasst 54,3 Mio. €, die Zahl von Mitarbeitern 200 (Stand: 2010).

http://www.emsa.europa.eu

Siehe auch:
Europäische Agenturen

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: T.-C. Bartsch

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