Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA)

Die E. [engl.: European Network and Information Security Agency] wurde 2004 durch eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates der EU gegründet. Sie hat ihren Sitz in Heraklion, Griechenland. Mit dem rasanten Bedeutungszuwachs von Kommunikationsnetzen und Informationssystemen geriet auch die Frage der Sicherheit in diesem Zusammenhang auf europ. Ebene in den Blick. ENISA war die Antwort auf diese Sicherheitsprobleme. ENISA soll der EU und ihren Mitgliedstaaten zusätzliche Kapazitäten zur Lösung von Problemen der Netz- und Informationssicherheit zur Verfügung stellen und sie in diesen Fragen wissenschaftlich fundiert beraten. Wichtig ist auch die Förderung der Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Akteuren auf diesem Sektor. Dazu sind Vertreter der Industrie, der Verbraucher und der Wissenschaft in die Arbeit der Agentur als »ständige Gruppe der Interessenvertreter« (engl.: Stakeholder Group) fest integriert. Basis für die Arbeit von ENISA ist die Analyse von bestehenden und zukünftigen Risiken in der Netz- und Informationssicherheit. Dies umfasst nicht nur das Internet und andere elektronische Netzwerke, sondern z. B. auch Satellitennetze sowie Hör- und Fernsehfunknetze. 2009 stand ENISA ein Haushalt von 8,1 Mio. € zur Verfügung. 2010 arbeiteten 44 Personen für ENISA.

http://www.enisa.europa.eu

Siehe auch:
eEurope
Europäische Agenturen

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: T.-C. Bartsch

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