Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Der E. ist ein Instrument der EU-Agrarpolitik, er fördert mithilfe von Programmen und Maßnahmen die Entwicklung des ländlichen Raums in den EU-Staaten. E. wurde 2005 neu geschaffen und hat den Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL) abgelöst. Für die Förderperiode 2007 bis 2013 verfügt der Fonds insgesamt über ein Volumen von ca. 96 Mrd. €, wovon für Deutschland ca. 8,1 Mrd. € zur Verfügung stehen. Mit dem E. verfolgt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) 4 Ziele:

1. die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Land- und Forstwirtschaft;

2. die Verbesserung der Umwelt, des Tierschutzes und der Landschaft;

3. die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft und

4. die Fortsetzung und Weiterentwicklung der ehem. Gemeinschaftsinitiative LEADER durch lokale Entwicklungskonzepte.

In Deutschland sind die Länder für die Erstellung der genauen Förderprogramme und deren Umsetzung verantwortlich. Dabei werden die Fördermittel der EU mit nationalen Geldern von Bund, Ländern und Gemeinden kofinanziert.

Siehe auch:
Agrarpolitik der EU

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: P. Becker

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