Europäisches Umweltzeichen

Das E. kennzeichnet seit 1992 in den EU-Mitgliedstaaten und in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums, Norwegens, Islands und Liechtensteins Produkte und Dienstleistungen, die eine hohe Umweltverträglichkeit und eine geringe Gesundheitsbelastung aufweisen. Lebensmittel, Getränke und Arzneimittel werden nicht ausgezeichnet. Das E., auch »Euro-Blume« genannt, sieht in allen beteiligten Staaten gleich aus und soll Verbrauchern einen einfachen Hinweis geben, dass die betreffenden Produkte von unabhängigen Stellen auf die Einhaltung ökologischer Kriterien, auf hohe Qualität und Gebrauchstauglichkeit geprüft wurden. Das E. wird vom »Ausschuss für das Umweltzeichen« verwaltet, in dem Vertreter der Industrie, des Handels, der Gewerkschaften, der Umweltschutz- und Verbraucherverbände versammelt sind. Die Umweltkriterien, die der Vergabe des Umweltzeichens für eine Produktgruppe zugrunde liegen, sind wissenschaftlich fundiert und von der Europäischen Kommission und der Mehrheit der Mitgliedstaaten angenommen. Hersteller und Importeure können das E. bei den national zuständigen Stellen beantragen und ihr Produkt dann im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum mit dem E. vermarkten. Zurzeit existieren 24 Produktgruppen (z. B. Farben und Lacke, Kühlschränke, PCs, Textilien, Bettmatratzen). Mehrere 100 Produkte sind durch das U. ausgezeichnet worden (Stand: 2012). Seit November 2009: Verordnung EG 66/2010 über das EU-Umweltzeichen, die die Wirksamkeit des Zeichens verbessern und seine Anwendung vereinfachen soll. Deutschland hat dadurch die Möglichkeit, die Kooperation zwischen dem EU-Umweltzeichen und dem »Blauen Engel« zu verbessern.

http://ec.europa.eu/ecat/

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: A. Eppler

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln