Geoghegan-Quinn, Máire

[* 5.9.1950 in Carna] EU-Kommissarin aus Irland.

Nach der Ausbildung Grundschullehrerin. Für die national gesinnte Volkspartei Fianna Fáil gewann sie 1975 den Sitz ihres verstorbenen Vaters im Parlament. Ab 1977 mehrfach Regierungsmitglied, zuerst als Staatssekretärin und 1979–81 als erste Ministerin seit 1922. Erneut Ministerin 1982, 1987–91 (Amt des Premiers) und 1992–94 (zuletzt ab 1993 Justiz). 1997 verließ sie das Parlament, wurde Kolumnistin und vertrat Irland 2000 bis Ende 2009 am Europäischen Rechnungshof.

Seit 2010 Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft mit einem zuletzt erhöhten Jahresbudget von 7,2 Mrd. €. 2011 konzentrierte sie die Forschungsförderung auf die Themen Klimawandel, Energie, Gesundheit und Mittelstand. Plädiert für die Schaffung eines europ. Forschungsraumes.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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