Kroes, Neelie

[* 19.7.1941 in Rotterdam] EU-Kommissarin der Niederlande. Studium (Ökonomie) in Rotterdam.

Assistenzprofessur. Abgeordnete (1971–77; Rechtsliberale/VVD). Vizeministerin (ab 1977) und Ministerin (1982–89; Verkehr, Post). Bei der EG-Kommission (Verkehr). Präsidentin der Universität Nyenrode (1991–2000). Dann Firmenaufsichtsmandate. Ab 2004 EU-Wettbewerbskommissarin. Kontrollierte dabei Subventionen sowie Fusionspläne und verhängte Bußgelder bei Preisabsprachen. Forderte mehr Transparenz bei Beihilfen und kritisierte Oligopole im Energiesektor.

Seit 2010 Vizepräsidentin und Kommissarin für die digitale Agenda. Planungen für Projekte zum Ausbau der Breitbandnetze und die Bildung eines Onlinebinnenmarkts für Waren und Dienstleistungen. 2011 drängte sie Ungarn, das harsche Mediengesetz zu lockern. Ende 2012 legte sie einen Bericht vor, der »digitale Impulse für das Wachstum in Europa« geben soll.

Literatur:Munzinger-Archiv

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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