Mitterrand, François

[* 26.10.1916 · † 8.1.1996] frz. Politiker. Studium (Jura) in Paris. Spät, dann aber führend in der Résistance. In der Nationalversammlung (1946–58; zentristische UDSR; 1962–81, zuletzt PS). Mehrfach Minister, darunter für Inneres (1954/55) und Justiz (1956/57). Senator (1959–62). Mitgründer und Chef des Parti Socialiste (ab 1971); Präsidentschaftskandidaturen (1965, 1974). Staatspräsident (1981–95).

Erst Zurückhaltung, dann ab 1984 mit Bonn Vorreiter beim Durchbruch einer verstärkten Integration. Dabei Vorbereitung der ab 1987 gültigen Einheitlichen Europäischen Akte als Schrittmacher mit klaren Zielvorgaben. Diese mündeten wirtschaftlich in die Wirtschafts- und Währungsunion und politisch in den Vertrag über die EU (Verankerung des vereinten Deutschland in der EU). Zögern gegenüber der Transformation in Mitteleuropa; Ansätze für EU-Außenpolitik.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Chr. Stehle

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