NUTS

N. [frz.: Nomenclature Commune des Unités Territoriales Statistiques] bezeichnet die Systematik der Einteilung der EU in Gebietseinheiten, um regionale Statistiken erstellen zu können. Schon früher angewandt, wurde sie 2003 durch eine Verordnung institutionalisiert. Ziel ist die Erhebung regionaler statistischer Daten, unabhängig von veränderten Verwaltungsstrukturen in den Mitgliedstaaten. Die Einteilung erfolgt anhand bestimmter Kriterien, z. B. Einwohnerzahl und geografische Gegebenheiten. Die Untergliederung ist hierarchisch. Jeder Mitgliedstaat ist in Regionen der N.-Ebenen 1, 2 und 3 untergliedert. In Deutschland entspricht die N.-Ebene 1 ca. einem Bundesland, die N-Ebene 2 in etwa einem Regierungsbezirk und die N.-Ebene 3 ungefähr einem Landkreis. Änderungen können alle 3 Jahre vorgenommen werden. Zuletzt geschah dies durch eine Kommissionsverordnung vom 17.1.2011. Sie traten am 1.1.2012 in Kraft.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: M. Chardon

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