Oettinger, Günther H.

[* 15.10.1953 in Stuttgart] EU-Kommissar aus Deutschland. Jurastudium in Tübingen.

Ab 1984 Anwalt und ab 1988 Geschäftsführer der Oettinger Revisions- und Beratungsgesellschaft. Früh CDU- und JU-Funktionär. 1984–2010 im Landtag von Baden-Württemberg, davon ab 1991 als CDU-Fraktionsvorsitzender. Ab 2001 CDU-Bezirkschef (Nordwürttemberg) und 2005–09 Landesvorsitzender, zugleich Ministerpräsident.

Seit 2010 Kommissar für Energiepolitik. O. gab als Ziel die Vereinbarkeit von Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit vor. Konkret ging es ihm um eine bessere Koordination der nationalen Schritte, insbesondere beim Ausbau der Infrastruktur und der Forschung. Leitete nach Reaktorkatastrophe in Japan einheitliche Sicherheitsprüfungen aller 143 europ. Kernkraftwerke ein. Setzt sich für einen »Energiebinnenmarkt« ein.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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