PHARE

Instrument zur Heranführung der ost- und mitteleurop. Länder an die Europäische Union (EU). PHARE [engl.: Poland and Hungary Action for Restructuring of the Economy] wurde 1989 geschaffen, um die Transformation und Heranführung von Polen und Ungarn an die EU zu unterstützen. PHARE wurde später auf alle 10 Beitrittsländer Mittel- und Osteuropas ausgedehnt. Bis zu seinem Auslaufen 2007 war es eines der Hauptinstrumente der EU, um den Beitrittsländern bei der Stärkung der Institutionen und Verwaltungen sowie der Finanzierung von Investitionen zu helfen, die darauf gerichtet waren, den sog. gemeinschaftlichen Besitzstand (»Acquis communautaire«), also sämtliche Regelungen und Gesetze der EU zu übernehmen und umzusetzen (»Implementation«). Zwischen 1989 und 2006 standen insgesamt rund 16 Mrd. € aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Im Jahr 2000 wurde PHARE um die Programme ISPA (Umwelt und Verkehr) und SAPARD (Landwirtschaft) ergänzt. 2007 wurden sämtliche Heranführungsprogramme von dem Instrument für die Heranführungshilfe für Beitrittsländer (IPA) abgelöst.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: B. Lippert

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