Piebalgs, Andris

[* 17.9.1957 in Valmiera] EU-Kommissar aus Lettland; Studium (Physik) in Riga.

Lehrer, Rektor und am Kultusministerium. Bildungsminister (ab 1990). 1993 Abgeordneter der LC (liberal-konservativ). Finanzminister (ab 1994), Botschafter in Estland (ab 1995) und bei der EU (ab 1998; Beitrittsverhandlungen). Europastaatssekretär (ab 2003). 2004 erst Büroleiter und dann 2004–10 selbst EU-Kommissar für Energiepolitik. Er förderte Verbraucheraufklärung und Koordinationsinitiativen (Konzept, um die Importabhängigkeit zu mindern). Forderte getrennte Firmen für Stromproduktion und -verteilung.

Seit 2010 Kommissar für Entwicklung. Er orientierte die Förderprogramme verstärkt am tatsächlichen Bedarf vor Ort und warb für vermehrte entwicklungspolitische Dimensionen aller EU-Politikfelder.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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