Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE)

Der R. ist ein Zusammenschluss der kommunalen und regionalen Spitzenverbände in Europa. Seine Mitglieder kommen aus 40 europ. Staaten, er ist nicht auf die EU beschränkt. Der 1951 in Genf gegründete R. konzentrierte sich zunächst auf die kommunale Ebene. Er hat seinen Sitz heute in Paris und verfügt seit 1995 über ein Büro in Brüssel. Der politische Ausschuss ist das wichtigste Organ, er trifft sich 2-mal jährlich; sein Organisationsprinzip ist die Repräsentation der nationalen Spitzenverbände (Staaten mit unter 5 Mio. Einwohnern entsenden 2 Vertreter, Staaten mit über 60 Mio. Einwohnern schicken 6 Vertreter). Das Exekutivbüro trifft sich ebenfalls 2-mal jährlich; es fällt auch Entscheidungen zwischen den Sitzungen des politischen Ausschusses. Der Präsident und das Präsidium (9 Vizepräsidenten) werden vom politischen Ausschuss für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Der R. arbeitet in zahlreichen Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen (Umwelt, Energie, Transport, Beschäftigungspolitik etc.). Unterstützt wird die Arbeit des R. von seinem Generalsekretariat. Der R. hat die kommunale und regionale Interessenvertretung in Europa zum Ziel, er vertritt die Idee der kommunalen Selbstverwaltung und setzt sich für den Erhalt selbstbewusster dezentraler Verwaltungsstrukturen ein. Er erarbeitet Stellungnahmen zu einzelnen EU-Rechtssetzungsvorhaben in den für Kommunen und Regionen relevanten Bereichen. Er ist Urheber des Städtepartnerschaftskonzepts und fördert den Ausbau von Städtepartnerschaften finanziell und politisch. Der R. ist Mitglied der Weltorganisation der Städte und Gemeinden.

http://www.ccre.org/

http://www.rgre.de/

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: A. Eppler

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln