Rehn, Olli

[* 31.3.1962 in Mikkeli] EU-Kommissar aus Finnland. Studium (Ökonomie, Internationale Beziehungen, Journalismus) in Helsinki und den USA, Promotion in Oxford.

Funktionär der zentristischen KESK. Abgeordneter (1991–95) und im EP (1995/96). Kabinettchef in der EU-Kommission (1998–2002), Professor in Helsinki und Berater des Regierungschefs.

EU-Kommissar für Unternehmen (2004). 2004–10 Kommissar für Erweiterungsfragen. 2007 Aufnahme Bulgariens/Rumäniens. Lehnte eine Beitrittsautomatik bei Aufnahmeprozessen ab und analysierte Auswirkungen neuer Erweiterungen auf EU-Gefüge und -Politik.

Seit 2010 Kommissar für Wirtschaft und Währung. Überwachung hoch verschuldeter Mitglieder, Initiativen für Kopplung der Hilfsgelder an Bedingungen und Werbung für Koordination der nationalen Wirtschaftsstrategien. Wurde durch die EU-Staatsschulden- und -Finanzkrise (seit 2010) zu einem zentralen Akteur der Eurorettungspolitik.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln