Schröder, Gerhard

[* 7.4.1944] dt. Jurist u. Politiker (SPD). Kaufmännische Lehre, zweiter Bildungsweg, Studium (Jura) in Göttingen. Anwalt in Hannover bis 1990. Für die SPD im Bundestag (1980–86, 1998–2005). In Niedersachsen Abgeordneter und Fraktionschef (ab 1986), Ministerpräsident (ab 1990). Bundeskanzler (1998–2005). Parteichef (1999–2004).

Förderte auf dem EU-Gipfel 1999 den Gedanken der »Agenda 2000« mit dem Ziel, Einsparungen beim Agraretat sowie Rationalisierungen bei Struktur-/Kohäsionsfonds auf den Weg zu bringen. Förderte 1999 Einführung von Institutionen für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie 2003 den ersten EU-Militäreinsatz (Mazedonien). Nahm als strikter Irakkriegsgegner Spannungen in der Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in Kauf. Engagierter Pate der EU-Osterweiterung.

Seit 2005 Wirtschaftsberater und Aufsichtschef der Ostsee-Erdgaspipeline.

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Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013.

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