Strategieplanungs- und Frühwarneinheit (Policy Unit)

Im Vertrag von Amsterdam (1997) wurde die Funktion des Hohen Vertreters für die Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) geschaffen. Unter seiner Verantwortung wurde im Generalsekretariat des Rates der EU eine S. eingerichtet. Das Personal der Policy Unit kommt aus dem Generalsekretariat des Rats, den Mitgliedstaaten der EU, der Kommission und der WEU. Ihre Aufgabe besteht darin, die Entwicklung der GASP zu überwachen und zu analysieren, die außen- und sicherheitspolitischen Interessen der EU zu beurteilen, Schwerpunkte der GASP zu ermitteln sowie Ereignisse und Situationen, die für die GASP von Bedeutung sind (z. B. politische Krisen in Drittstaaten) zu bewerten und frühzeitig davor zu warnen. Des Weiteren kann sie auf Anforderung des Rates, des Vorsitzes oder von sich aus Analysen, Empfehlungen und Strategien für die GASP erarbeiten. Durch die Bereitstellung einschlägiger, auch vertraulicher, Informationen seitens der Mitgliedstaaten und der Kommission soll der Strategieplanungsprozess unterstützt werden. Innerhalb der S. befassen sich verschiedene Taskforces mit Aspekten europ. und internationaler Sicherheitspolitik wie auch mit den Entwicklungen in verschiedenen Regionen der Welt.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: F. Algieri

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