Tourismuspolitik der EU

Die T. gehört (noch) nicht zum Kompetenzbereich der EU. Dennoch koordinieren die EU-Mitgliedstaaten ihre T. Dies geschieht im Wesentlichen über den Austausch von Informationen. Auch die Kommission hat bereits mehrere Vorschläge zur Weiterentwicklung der T. unterbreitet. Mit dem Vertrag von Lissabon (2009) wird die T. im Rahmen der Unterstützungs-, Koordinierungs- und Ergänzungsmaßnahmen behandelt. Die T. spielt für die wirtschaftliche Entwicklung der EU eine bedeutende Rolle. Als sog. Querschnittsaufgabe umfasst die T. u. a. die Bereiche Binnenmarkt, Transport, Sport, Jugend, Umwelt, Regionalpolitik und Kultur. Aufgrund dieses Potenzials kommt der Förderung der T. große Bedeutung im Rahmen der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung in der EU zu.

Zentral ist dabei die Verknüpfung der Aspekte Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Zur Förderung der T. stellt die EU-Kommission eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung, u. a. durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Fischereifonds oder den Europäischen Sozialfonds.

Literatur:Europäische Kommission: Eine neue EU-Tourismuspolitik: Wege zu mehr Partnerschaft für den europäischen Tourismus, Brüssel 2006.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: S. Seeger

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