Visegrád-Staaten

Seit dem Treffen der Präsidenten Vaclav Havel (ÈSFR), Lech Wałêsa (Polen) und József Antall (Ungarn) im Februar 1991 auf Schloss Visegrád in der Nähe von Budapest ist V. die geläufige Bezeichnung für die inzwischen 4 Länder (Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei). Durch regelmäßige Konsultationen auf höchster politischer Ebene sowie auf Arbeitsebene und durch die Abstimmung von Positionen versuchen die V., ihr Gewicht im Rahmen der EU und der NATO zu stärken sowie Initiativen zur regionalen Kooperation in Mittel- und Südosteuropa zu ergreifen. Die Gründung der Zentraleuropäischen Freihandelszone CEFTA geht auf die V. zurück. Die V. haben keinen institutionellen Unterbau. 2000 ist der Internationale Visegrád-Fonds eingerichtet worden, der grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Austausch fördert. Dort stehen jährlich 5 Mio. € zur Verfügung.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: B. Lippert

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