Ziel-1-2-3-Gebiete

Z. bezeichnen die Einteilung rückständiger Gebiete der EU nach finanzieller Förderbedürftigkeit durch die Strukturfonds. Die Einteilung erfolgt nach den Zielen der Strukturpolitik. Für die Förderperiode 2007–13 sind diese:

• Konvergenz,

• regionale Wettbewerbsfähigkeit und

• europ. territoriale Entwicklung.

Geografisch abgegrenzt sind die Z. nach der sog. NUTS-Gliederung.

• Ziel-1-Gebiete sind Regionen mit Entwicklungsrückstand, deren Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weniger als 75 % des EU-Durchschnitts ausmacht.

Die Förderung erfolgt vorrangig in Ziel-1-Gebieten, um deren Entwicklung und strukturelle Anpassung zu unterstützen. Investiert wird u. a. in Infrastruktur, das Erziehungs- und Gesundheitswesen, berufliche Weiterbildung und Existenzgründung. Derzeit werden die ostdt. Länder sowie Gebiete in anderen Mitgliedstaaten, hauptsächlich in geografischer Randlage, als Ziel-1-Gebiete unterstützt.• Ziel-2-Gebiete bezeichnen Regionen, deren regionale Wettbewerbsfähigkeit durch sozioökonomische Faktoren beeinträchtigt ist.

Gefördert wird insbesondere Beschäftigung, die wirtschaftliche und soziale Umstellung, Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit bei Industrie und Dienstleistung.

• Ziel-3-Gebiete sind Regionen, die Unterstützung im Bereich der Bildungs- und Beschäftigungspolitik benötigen und nicht als Ziel-1-Gebiete kategorisiert werden.

Gefördert werden u. a. die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Anpassung der Arbeitskräfte an die Veränderungen der Produktionssysteme.

Siehe auch:
NUTS

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: M. Chardon

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