Wahlrecht

Wahlalter

Bei manchen Landtagswahlen, wie in Brandenburg, ist man bereits mit 16 Jahren wahlberechtigt. Deswegen darf diese 17-Jährige ihre Stimme abgeben. (© picture alliance / dpa)

Wenn ihr 18 Jahre alt werdet, dann seid ihr volljährig. Ihr dürft eure Abgeordneten, die euch in den Parlamenten vertreten sollen, wählen. In manchen Bundesländern darf man schon mit 16 Jahren bei der Kommunalwahl mitwählen, bei manchen auch bei den Landtagswahlen.


Aktives und passives Wahlrecht



Wenn ihr wählt, nehmt ihr euer Stimmrecht oder, wie es auch heißt, euer "aktives Wahlrecht" wahr. Und wenn ihr selbst gewählt werden wollt, geht das auch mit dem Beginn der Volljährigkeit. Ihr lasst euch als Kandidat aufstellen, könnt dann also gewählt werden. Das nennt man "passives Wahlrecht". Theoretisch kann man also mit 18 Jahren schon Bürgermeisterin oder Bundestagsabgeordneter werden. Dies ist aber noch nicht vorgekommen, denn eine gewisse Lebenserfahrung braucht man ja doch für solche wichtigen Ämter. Allerdings deutlich älter als 18 Jahre muss man sein, wenn man zur Bundespräsidentin oder zum Bundespräsidenten gewählt werden möchte. Hier beträgt das Mindestalter 40 Jahre.

Frauen mussten lange warten
Übrigens: Das Recht zu wählen, das allgemeine Wahlrecht, wie es heißt, wurde in Deutschland bereits 1871 eingeführt. Es galt allerdings nur für Männer. Frauen erhielten in Deutschland erst 1918 das Wahlrecht.

Demonstration von Suffragetten um 1905. Als Suffragetten bezeichnete man vor 1914 die Mitglieder der englischen Frauenbewegung, die vor allem das Stimmrecht für Frauen forderten. Der Begriff kommt vom lateinischen "suffragium", auf Deutsch "Stimmrecht". (© picture-alliance/akg-images)

Frauen in Frankreich demonstrieren im Jahr 1935 für das Frauenwahlrecht. (© picture alliance/ IMAGNO/Austrian Archives)




Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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