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Moses

(arab. Mūsā), der neben Abraham und Jesus wichtigs­­te islam. Prophet. M. ist die im Koran am häufigsten erwähn­­te Figur der Thora. In vielen Aspekten wurde sein Prophetentum als Parallele zu Muḥammads Wirken verstanden: der Kampf gegen den Polytheismus (M. als Widersacher des Pharao), der Exodus (Hijra-­Motiv), die Rolle als Gesetzgeber und Empfänger einer göttlichen Offenbarung. Das islam. Mosesbild greift v. a. auf das Alte Testament und die jüd. Haggada zurück; im Koran nehmen die aus der Bibel bekannten Motive breiten Raum ein: M. als Findelkind, sein Konflikt mit dem Pharao, die Plagen über Ägypten, der Durchzug durchs Rote Meer und die Wunder (Speisung in der Wüste).

Literatur:
Prenner, K.: Muhammad und Musa, 1986. –Tottoli, R.: Biblical prophets in the Qurʾān and Muslim literature, 2002.

Autor/Autorinnen:
Prof. Dr. Marco Schöller, Universität Münster, Orientalistik

Quelle: Elger, Ralf/Friederike Stolleis (Hg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte - Alltag - Kultur. München: 6., aktualisierte und erweiterte Auflage 2018.

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