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Umma

(arab. «Gemeinschaft, Volk», pl. umam). Als umma wird die Gemeinschaft aller Muslime bezeichnet. War sie zur Zeit des Propheten Muḥammad und der ersten Kalifen noch weitgehend einig sowohl im religiösen als auch polit. Sinne, so hat sie sich ­später in polit. Hinsicht in verschiedene Staaten, in religiöser Hinsicht in verschiedene Bekenntnisse (Schiiten, Sunniten) aufgespalten. Die Wiederherstellung der umma in ihrer ursprüng­lichen Form wird gegenwärtig von vielen Muslimen als wichtiges Ziel angesehen. (Fundamentalismus, Mission, Völkerrecht)

Literatur:
Mandaville, P. G.: Transnational Muslim Politics. Reimaging the Umma, 2001.

Autor/Autorinnen:
Prof. Dr. Ralf Elger, Universität Halle, Orientalistik

Quelle: Elger, Ralf/Friederike Stolleis (Hg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte - Alltag - Kultur. München: 6., aktualisierte und erweiterte Auflage 2018.

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