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Anlegertypen

Die an der Börse engagierten Anleger lassen sich unterschiedlich typisieren: 1) Der Trader versucht, durch Kursschwankungen innerhalb weniger Stunden und Tage schnelle Gewinne zu erzielen. Er verfolgt das Ziel, kurzfristig zu investieren und eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden. Dazu muss er den Markt und die Börse sehr aktiv mitverfolgen, die Kurse mindestens einmal pro Tag überprüfen, um gegebenenfalls sofort handeln zu können. 2) Der Spekulant verfolgt ebenso wie der Trader den Markt aktiv mit, agiert allerdings in einem etwas größeren Zeitrahmen von meist mehreren Wochen. Er setzt auf kurzfristige Kursveränderungen stark schwankender (volatiler) Werte, die er erst während eines kräftigen Anstiegs verkauft. 3) Spekulativ orientierte Anleger setzen ebenso auf spekulative Werte, verfolgen aber nicht vorrangig das Ziel des kurzfristigen Erzielens von Gewinnen, sondern eine mittelfristig gute Performance über mehrere Monate hinweg. Dabei kaufen sie eher Werte, die auf längere Sicht gesehen eine gute Rendite bei geringem bis mittlerem Risiko bieten. 4) Der langfristig orientierte oder konservative Anleger konzentriert sich eher auf Werte, die ihm auf langfristige Sicht gute Renditen bei hoher Sicherheit versprechen. Er investiert dabei schwerpunktmäßig in Unternehmen, deren Aktien er unbesorgt mehrere Jahre »liegen lassen« kann. Dabei ist die richtige Werteauswahl wichtig, denn hier muss der Unternehmenshintergrund stimmen. Selbst kurzfristige Gewinne bewegen ihn normalerweise nicht zum Verkauf. Sein Ziel ist z. B., die Gewinne aus Wertpapiergeschäften als zusätzliche Altersvorsorge zu nutzen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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