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Armut | bpb.de

Armut

die wirtschaftliche Situation einer Person oder einer Gruppe von Menschen, in der diese nicht aus eigener Kraft einen als angemessen bezeichneten Lebensunterhalt bestreiten kann (objektive Armut) oder ihre materielle Lage selbst als Mangel empfindet (subjektive Armut). Welcher Lebensunterhalt jeweils als angemessen betrachtet wird, verändert sich mit der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Situation der Gesellschaft, weshalb international von absoluter Armut (sehr niedriges Pro-Kopf-Einkommen) und relativer Armut (im Vergleich zur Bevölkerung eines Landes) gesprochen wird. Dem Schutz vor Armut dient z. B. die Grundsicherung, mit der das wirtschaftlich-soziale Existenzminimum gesichert werden soll.

In der Wirtschaftsstatistik gilt als armutsgefährdet, wer über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt (2014: 987 €). Demnach waren 2014 in Deutschland 16,7 % der Bevölkerung von Armut bedroht, darunter 5 % von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Diese relative materielle Armut ist oft auch mit sozialer Ausgrenzung verbunden.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

Fussnoten