Bilanzanalyse

Untersuchung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach bestimmten Merkmalen. Das Ziel ist, die Entwicklung des eigenen Unternehmens über mehrere Jahre zu betrachten (innerbetrieblicher Vergleich) und die eigenen Daten mit denen anderer Betriebe der gleichen oder anderer Branchen zu vergleichen (Betriebsvergleich).

Der Betriebsvergleich wird durch Kennzahlen ausgedrückt. Die Kennzahl Kapitalstruktur bezieht sich auf die Zusammensetzung des Kapitals; dabei wird z. B. das Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) oder das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital (Verschuldungsgrad) analysiert, wobei unter Gesamtkapital die Bilanzsumme verstanden wird.

Bei der Vermögensstruktur, die sich auf das Vermögen der Aktivseite der Bilanz bezieht, wird u. a. das Verhältnis von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen (oder auch Bilanzsumme) betrachtet. Für ein produzierendes Unternehmen bedeutet ein hoher Anteil des Anlagevermögens eine moderne Betriebseinrichtung und eine gute kaufmännische Auftragsabwicklung mit einem funktionierenden Mahnwesen.

Weitere wichtige Kennziffern sind die Anlagendeckung (siehe dort), die Liquidität (siehe dort) sowie die Rentabilität (siehe dort).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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