Buchführungssysteme


Buchführungssysteme. Die schematische Darstellung eines Buchungsgangs in der doppelten Buchführung

Buchführungssysteme sind 1) die einfache Buchführung, üblich in Kleinstbetrieben und bei Nichtkaufleuten (Ärzten, Anwälten); dabei werden die Geschäftsvorfälle in zeitlicher Abfolge in verschiedene Bücher (Kassenbuch, Wareneingangsbuch) eingetragen; der Gewinn (oder Verlust) wird durch Gegenüberstellung von tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben des Geschäftsjahres ermittelt. Man spricht auch von (Einnahmen-Überschuss-Rechnung).

2) Die heute in der Praxis gebräuchliche, auch durch EDV unterstützte doppelte Buchführung. Dabei wird jeder Geschäftsvorfall doppelt, also auf mindestens zwei Konten (siehe dort) erfasst; Beispiel: Eine Maschine wird durch Überweisung gekauft, der Unternehmer »bucht« dieses auf den Konten Maschinen als Zugang und auf dem Konto Bank als Minderung. Der Erfolg (Gewinn oder Verlust) wird hier sowohl über die Bilanz (durch Kapitalvergleich) als auch durch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ermittelt. 3) Die kameralistische Buchführung ist die Behördenbuchführung, die nur die Einnahmen- und Ausgabenrechnung umfasst.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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