Einkommensteuertarif


Einkommensteuertarif. Veränderung der Elemente Grundfreibetrag Eingangs- und Spitzensteuersatz


Einkommensteuertarif. Die Grenzssteuerbelastung nach dem Steuertarif 2016

in Prozent ausgedrückter Steuersatz zur Berechnung der Einkommensteuer. Je nach Familienstand des Steuerpflichtigen wird sie nach der Grundtabelle (für Alleinstehende und vom Ehepartner getrennt Lebende) oder nach der Splittingtabelle (siehe dort), die regelmäßig für Verheiratete gilt, ermittelt. In den Tabellen ist jeder Höhe des zu versteuernden Einkommens ein Steuerbetrag zugeordnet.

Der deutsche Einkommensteuertarif ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: 1) Bis zu einem bestimmten zu versteuernden Einkommen ( 2016: 8 652 € in der Grundtabelle, 17 304 € in der Splittingtabelle) besteht Steuerfreiheit; dieser Grundfreibetrag wird auch als Nullzone bezeichnet und soll das Existenzminimum steuerfrei stellen. 2) Über dem Grundfreibetrag wird das zu versteuernde Einkommen zunächst mit steigenden Grenzsteuersätzen belastet; diese Progressionszone oder linear-progressive Zone beginnt mit einem Eingangssteuersatz (ab 2009: 14,0 %) und endet mit dem Spitzensteuersatz (42,0 %). 3) Alle zu versteuernden Einkommen ab dem Einkommen beim Spitzensteuersatz (2016: 52 882 € bzw. 105 764 €) werden mit diesem Höchstsatz besteuert; dieser Teil des Steuertarifs wird auch als Linearzone oder obere Proportionalzone bezeichnet. 4) Bezieher von besonders hohen Einkommen (2016: über 250 731 € bei Ledigen, und 501 462 € bei Verheirateten) müssen einen Zuschlag von 3 % (Reichensteuer, siehe dort) bezahlen. Der Einkommensteuertarif steht immer wieder im Mittelpunkt der Diskussionen um Steuerreformen (siehe dort).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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