Ein-Euro-Job

arbeitsmarktpolitische Maßnahme, um die Bezieher von Arbeitslosengeld II durch gemeinnützige Arbeit bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Ein-Euro-Jobs (offiziell Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandentschädigung von 1 € bis 2,50 €) sollen von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen angeboten werden und dürfen nur solche Arbeiten umfassen, die ohne die billigen Arbeitskräfte nicht zu leisten wären. Damit soll der Wegfall regulärer Arbeitsstellen verhindert werden. Durch die sozialversicherungsfreien Ein-Euro-Jobs entstehen keine Arbeitsverhältnisse; als arbeitslos gelten die Betroffenen auch nicht.

Davon zu unterscheiden sind Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante für Langzeitarbeitslose, bei denen Eingliederungsbemühungen gescheitert sind. Hierbei wird ein Arbeitsvertrag abgeschlossen. Das an Tariflöhne angepasste Entgelt ist sozialversicherungspflichtig, ohne dass ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I entsteht.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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