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Future

Futures sind standardisierte Terminkontrakte (Direktgeschäfte) mit eindeutig festgelegten Eigenschaften. Im Rahmen eines Future-Kontraktes verpflichtet sich die eine Vertragspartei, eine definierte Menge einer Ware einer festgelegten Qualität zu einem festgesetzten Preis an einem bestimmten Ort zu liefern. Die andere Vertragspartei verpflichtet sich zur Abnahme. Lieferung und Zahlung liegen in der Zukunft. Handelt es sich um Rohstoffe oder andere Güter, spricht man von Commodity Futures, bei Aktien, Anleihen Indizes oder Devisen von Financial Futures. Finanz- und Warenterminkontrakte werden an eigens dafür eingerichteten Terminbörsen gehandelt. Die physische Abnahme aus dem Kontrakt ist heute oft nicht mehr notwendig, da im Rahmen eines Barausgleichs lediglich Ausgleichszahlungen erfolgen.

An der Eurex (siehe dort) werden nicht nur Futures auf einzelne Aktien oder Anleihen gehandelt, sondern insbesondere auch Futures auf Aktienindizes (Index-Future, z. B. DAX®-Future), bestimmte Anleihekategorien (z. B. Bund-Future, Bobl-Future bzw. Bundesobligationen-Future), Währungen (z. B. Euro-Future) und Zinsen (Interest-Rate-Future bzw. Zinsfuture, z. B. Euribor-Future). Diese Futures gelten auch als Indikatoren für die mögliche künftige Entwicklung der Aktienmärkte, Zinsen und Wechselkurse. Die größte Börse für Futures ist die Chicago Board of Trade (CBOT).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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