Fertigung

im weiteren Sinn die Produktion (siehe dort), im engeren Sinn die Vorbereitung, Durchführung und Überwachung aller technischen Verfahren zur qualitäts-, quantitäts- und termingemäßen Bereitstellung der Erzeugnisse und Versorgungsleistungen im Rahmen eines Industriebetriebs. In der Arbeitsvorbereitung (siehe dort) werden nach der Fertigungsplanung und der Bestimmung des Fertigungsprogramms (welche Erzeugnisse, welche Mengen) und des Fertigungsablaufs in der Vorkalkulation die Stückkosten errechnet, um den Angebotspreis zu ermitteln. Abhängig von Produkt und Menge sind dann die Fragen nach der Gestaltung des Fertigungsprozesses zu beantworten:

Welches Fertigungsverfahren nach der Art der Anordnung der Maschinen ist zu wählen? Als Organisationstypen der Fertigung werden neben der Baustellenfertigung die Werkstattfertigung (siehe dort), die Gruppenfertigung (siehe dort) und die Fließfertigung (siehe dort) unterschieden.

Welches Fertigungsverfahren nach Art und Umfang der Wiederholung der Fertigung ist einzusetzen? Hierbei geht es um die Prozesstypen der Fertigung wie Einzelfertigung (siehe dort), Serienfertigung (siehe dort), Sortenfertigung (siehe dort) und Massenfertigung (siehe dort).

Welches Fertigungsverfahren nach dem Grad der Automatisierung ist einsetzbar? Handarbeit (manuelle Fertigung), wie dies Facharbeiter im Handwerksbetrieb leisten? Mechanische Fertigung, wobei die menschliche Arbeit durch Maschinen ergänzt bzw. ersetzt wird? Automatische Fertigung: Die Maschinen steuern und regeln sich selbsttätig, wobei im höchsten Grad der Automatisierung die Maschinen (Roboter) die Fertigung allein leisten.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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