Konzentrationsprozess

die zunehmende Zusammenballung von wirtschaftlicher Macht durch den Zusammenschluss von Unternehmen zu immer größeren Unternehmen und Konzernen. Die Unternehmen, die sich zusammenschließen, geben dabei ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit zugunsten einer einheitlichen Leitung auf. Schließen sich die beteiligten Unternehmen freiwillig zusammen, liegt eine Fusion (siehe dort) vor. Übernimmt ein Unternehmen das andere Unternehmen gegen dessen Willen, wird von einer feindlichen Übernahme gesprochen.

Immer größere Unternehmenszusammenschlüsse (»Elefantenhochzeiten«) sind eine weltweite Erscheinung und auch in der deutschen Wirtschaft längst keine Seltenheit. Durch den Zusammenschluss zu immer größeren Unternehmen und der damit verbundenen Entstehung von Oligopolen (siehe dort) nimmt auf den betroffenen Märkten der Wettbewerb ab und es entsteht eine immer größere Marktmacht (siehe dort). Andererseits wird Unternehmenskonzentration mit Blick auf technischen Fortschritt und internationale Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Globalisierung für unvermeidlich gehalten. Hier ist die Wettbewerbspolitikgefordert, durch Fusionskontrolle und Missbrauchsaufsicht den Konzentrationsprozess einzudämmen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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