Kapitalbildung

die Erhöhung des Bestandes an Sachkapital in einer Volkswirtschaft durch Sparen (siehe dort) und Investition (siehe dort). Die Kapitalbildung in der Volkswirtschaft erfolgt über den sogenannten Produktionsumweg zunächst durch teilweisen Konsumverzicht, d. h. durch Sparen bzw. die Bildung von Ersparnissen. Das gesparte Einkommen wird über den Bankensektor dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt und ermöglicht die Vergabe von Krediten an Unternehmen, die diese Gelder zur Finanzierung von Investitionen, d. h. zur Bildung von Sachkapital, einsetzen. Die getätigten Investitionen verbessern die Ausstattung der Unternehmen mit Maschinen, Gebäuden und Anlagen. Verbesserte Produktionsbedingungen in den Unternehmen schaffen wiederum die Möglichkeit, zukünftig mehr und hochwertigere Produktions- und Konsumgüter herzustellen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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