Preispolitik

alle Entscheidungen zur Bestimmung und Durchsetzung von Beschaffungs- bzw. Absatzpreisen. Dazu zählen neben Maßnahmen der Marktforschung nicht nur die an den Kosten orientierte Kalkulation (siehe dort), sondern auch die Festlegung einer langfristigen Preisstrategie, die Preisdifferenzierung, die Abstimmung der Angebotspreise innerhalb des Sortiments (Preislinienpolitik) sowie Maßnahmen zur Preisdurchsetzung, die in andere Bereiche des Marketings hineinreichen (z. B. Konditionenpolitik). Die betriebliche Preispolitik kann nicht losgelöst von der Produktpolitik betrieben werden, da für den Markterfolg das Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend ist.

Wichtige Aspekte sind die Kosten- und Liquiditätssituation, die Attraktivität des eigenen Angebots sowie die Wettbewerbsbedingungen am Markt. Demzufolge vermischen sich in der Praxis kostenorientierte Preisfindungsmethoden (z. B. Berechnung einer Preisuntergrenze) mit markt- und konkurrenzorientierten Methoden (Soll z. B. ein Wettbewerber durch niedrige Preise aus dem Markt gedrängt werden, um den eigenen Marktanteil zu erhöhen?).

Verkauft ein Unternehmen Produkte gleicher Art zu verschiedenen Preisen, wird von Preisdifferenzierung gesprochen; Gründe können unterschiedliche Märkte sein (In- und Ausland), saisonbedingte Preise (Winter, Sommer), Preisdifferenzierung bei der Absatzmenge (verschiedene Rabattsätze).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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