Punktmarkt

ein Markt, auf dem alle Anbieter und Nachfrager an einem völlig überschaubaren Ort und zu einem Zeitpunkt zusammentreffen. Die Entfernung zwischen Anbietern und Nachfragern hat damit keinen Einfluss auf die Preisbildung. Mit der Annahme des Punktmarktes in der Preistheorie wird den Marktteilnehmern vollständige Übersicht über den Markt unterstellt (Markttransparenz) und von räumlichen Präferenzen wie Transportkosten oder unterschiedlichen Lieferterminen abgesehen. Ein solcher Punktmarkt ist in der Praxis sehr selten, ein Beispiel ist jedoch die Börse, da dort Güter (z. B. Wertpapiere oder Waren) gehandelt werden, die jedem Marktteilnehmer bekannt sind, und keine räumlichen Präferenzen bestehen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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