Shareholder-Value-Management

Form der Unternehmensführung, die sich auf die Steigerung des Unternehmenswertes konzentriert und weniger auf die traditionellen Ziele wie Umsatz oder Gewinn. Nach diesem Konzept ist es die Kernaufgabe des Managements, für die Aktionäre einen nachhaltigen Wert zu erwirtschaften, der langfristig über dem Wert alternativer Geldanlagen liegt. Aktionärs- und Managerinteressen dominieren. Dies hat allerdings im Management zu einer eher am kurzfristigen Erfolg orientierten Politik und auch zu den als exorbitant empfundenen Gehältern mancher Spitzenmanager geführt.

Das Stakeholder-Management dagegen fordert die Orientierung des Unternehmens an den Anforderungen aller Interessengruppen, nicht nur der Aktionäre. Zu den »Stakeholdern« (Anspruchsgruppen) zählen u. a. Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, aber auch Staat, Umwelt oder Öffentlichkeit.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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