Sonderausgaben

im Einkommensteuerrecht private Aufwendungen, die keine Werbungskosten (siehe dort) sind und meist bis zu bestimmten Höchstbeträgen bei der Einkommensteuererklärung (siehe dort) vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden dürfen. Dazu gehören die Vorsorgeaufwendungen, das sind einerseits Beiträge zu Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherungen, Lebens- sowie Unfall- und Haftpflichtversicherungen (nicht Sachversicherungen wie Rechtsschutz- und Hausratversicherung) sowie andererseits die Beiträge zu gesetzlichen und zu privaten Rentenversicherungen (Altersvorsorgeaufwendungen). Die sogenannte Basisversorgung in der Rentenversicherung wird im Zuge der Neuordnung der Rentenbesteuerung sukzessive ab 2005 bis 2025 voll abzugsfähig, die Basisversorgung in der Kranken- und Pflegeversicherung ab 2010.

Unterhaltsleistungen (bis zu 13 805 € im Jahr), Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung (ab 2012 bis zu 6 000 € im Jahr), Kinderbetreuungskosten (bis maximal 4 000 € je Kind), Schulgeld (bis maximal 5 000 €), außerdem die steuerlich voll abzugsfähige Kirchensteuer sowie Spenden für mildtätige, kirchliche, religiöse, wissenschaftliche oder als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke (bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte; bei Spenden an politische Parteien die Hälfte der Spendensumme bis zum Betrag von 825 € direkt von der Einkommensteuerschuld) sind übrige Sonderausgaben.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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