Standort Deutschland

die Attraktivität der deutschen Volkswirtschaft als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich. Zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit unterschiedlicher Staaten als Standort für Unternehmen werden verschiedene Kriterien und Standortfaktoren herangezogen. Dazu gehören z. B. die Infrastruktur und der technologische Stand in der Wirtschaft, das Steuersystem des Landes, die Kreditwürdigkeit des Staates sowie der Umfang staatlicher Eingriffe und Regulierung, die Subventionspraxis und staatliche Förderungen für Forschung und Entwicklung oder Existenzgründungen, aber auch Merkmale wie das Qualifikationsniveau der Erwerbspersonen, die Lohnpolitik oder arbeitsrechtliche Bestimmungen wie Kündigungsschutz und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer spielen eine Rolle.

In der Vergangenheit wurde Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich mit Ländern wie den USA, Kanada, Norwegen, Schweden oder Frankreich im Mittelfeld eingeordnet. Faktoren wie die Infrastruktur oder der Ausbildungsstand der Arbeitnehmer wurden dabei häufig als positiv eingestuft, während vor allem Regulierungsmaßnahmen und Subventionen negativ beurteilt wurden.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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