Strukturfonds

Oberbegriff für verschiedene Programme zur Abschwächung des wirtschaftlichen und sozialen Gefälles zwischen hoch entwickelten und benachteiligten Regionen bzw. zwischen den Lebensbedingungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen innerhalb der Europäischen Union. Es sind dies der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF) sowie der Fonds im Bereich der Fischerei (FIAF). Der Kohäsionsfonds unterstützt die strukturpolitischen Ziele der Gemeinschaft. Der Europäische Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL) zählte bis Ende 2006 bzw. bis zur Reform der Europäischen Agrarpolitik (siehe dort) auch dazu.

Die der Verwaltung der Europäischen Kommission unterstehenden Strukturfonds der EU finanzieren Strukturhilfen. Damit soll der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt in der EU so verstärkt werden, dass die Anforderungen des Europäischen Binnenmarktes überall in der EU bewältigt werden können. Ein wichtiges Prinzip bei der Mittelvergabe ist die Partnerschaft, d. h., die Maßnahmen der EU sind nur als Beitrag bzw. als Ergänzung zu strukturpolitischen Aktivitäten auf regionaler und nationaler Ebene gedacht.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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