Transfergesellschaft

Als betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit (als Firma, die sich darauf spezialisiert hat und in der Personalentwicklung erfahren ist) übernimmt sie Arbeitnehmer, die kurz vor der Kündigung stehen, in einen befristeten Arbeitsvertrag. Der Übergang der Mitarbeiter in die Transfergesellschaft ist freiwillig. Sie verzichten dabei auf die Einhaltung der Kündigungsfrist; dafür erhalten sie bis zu einem Jahr Transferkurzarbeitergeld wie bei Kurzarbeit (siehe dort) und meist noch einen in Sozialplänen vereinbarten Aufstockungsbetrag des Arbeitgebers. Im Rahmen ihrer Transferleistungen beteiligt sich die zuständige Arbeitsagentur über das Transferkurzarbeitergeld hinaus zur Hälfte, jedoch höchstens 2 500 € je geförderten Arbeitnehmer an den Kosten der Transfergesellschaft. Die Mitarbeiter reduzieren ihre Arbeitszeit auf Null, werden stattdessen von der Transfergesellschaft beraten und weiterqualifiziert. Am Ende haben sie im günstigen Fall eine neue Stelle oder Anspruch auf Arbeitslosengeld I mit voller Bezugsdauer.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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