Unfallversicherung

Unfallversicherung. Leistungen bei Unfallfolgen

als gesetzliche Unfallversicherung ein Zweig der Sozialversicherung mit der Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten, nach einer Schädigung die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen (Rehabilitation), ihn bzw. seine Hinterbliebenen finanziell zu entschädigen. Rechtliche Grundlage ist das Sozialgesetzbuch (SGB VII).

Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände. Für den Bund sind die Bundesausführungsbehörden für Unfallversicherung zuständig. Sie bieten Unfallversicherungsschutz während einer versicherten Tätigkeit. Sinnvoll ist aber auch eine private Unfallversicherung entweder als Ergänzung oder anstelle der gesetzlichen Unfallversicherung.

Beitragspflichtig sind in der gesetzlichen Unfallversicherung nur die Unternehmen. Deren Beiträge sind die einzige Finanzierungsgrundlage. Die Beiträge werden im Wege der Umlage erhoben. Berechnungsgrundlage sind der Finanzbedarf des abgelaufenen Kalenderjahres, die Arbeitsentgelte und die Gefahrenklassen. Die Gefahrenklassen berücksichtigen die unterschiedlichen Unfallgefahren in den Gewerbezweigen.

Die Leistungen erhalten Versicherte und ihre Hinterbliebenen nach Eintritt eines Versicherungsfalles. Versicherungsfälle sind Arbeitsunfälle (Unfälle während einer versicherten Tätigkeit) und Berufskrankheiten. Sie haben Anspruch auf Heilbehandlung, Rehabilitation, Renten an Versicherte, Sterbegeld und Hinterbliebenenrenten. Spitzenverband der neun gewerblichen Berufsgenossenschaften und der 25 Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV).

Anschrift: Glinkastraße 40, 10117 Berlin; Telefon: 030 288763800; Internet: www.dguv.de.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln