unvollkommenes Oligopol

Bezeichnung für eine Marktform, bei der in der Praxis unter den Bedingungen des unvollkommenen Marktes wenige Unternehmen in Konkurrenz zueinander treten. Oligopole bestehen z. B. in der Automobilindustrie oder im Flugzeug- und Schiffbau. Der Oligopolist kann versuchen, durch preispolitische Maßnahmen (z. B. Verdrängungswettbewerb mit Tiefstpreisen) das Marktgeschehen zu seinen Gunsten zu beeinflussen, muss jedoch immer damit rechnen, dass seine Konkurrenten Gegenmaßnahmen ergreifen. In der Praxis zeigt sich auf Märkten mit wenigen großen Anbietern vor allem ein gewisser Gleichschritt bei Preisveränderungen: Erhöht oder senkt ein Oligopolist die Preise, ziehen die Konkurrenten in der Regel nach (Preisführerschaft).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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