wirtschaftspolitische Instrumente

die konkreten Maßnahmen, die von den verschiedenen Trägern der Wirtschaftspolitik (siehe dort) ergriffen und durchgeführt werden, um die Wirtschaftsordnung, den Wirtschaftsablauf oder die Wirtschaftsstruktur entsprechend den wirtschaftspolitischen Zielen (siehe dort) zu beeinflussen.

Wirtschaftspolitische Instrumente können nach verschiedenen Gesichtspunkten systematisiert werden: im Hinblick auf den Träger der Wirtschaftspolitik z. B. zwischen Fiskalpolitik (siehe dort) und Geldpolitik (siehe dort). Bezüglich der Wirkung der Instrumente auf die wirtschaftspolitischen Ziele werden Instrumente mit direkter Wirkung solchen mit indirekter Zielwirkung gegenübergestellt.

Beim Einsatz direkt wirkender Instrumente verhalten sich die Träger der Wirtschaftspolitik wie Marktteilnehmer und versuchen, das Marktgeschehen hinsichtlich der jeweils angestrebten Ziele zu beeinflussen. So kann der Staat z. B. über eine Steigerung seiner Ausgaben für öffentliche Investitionen direkt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage beeinflussen und damit zur Belebung der Konjunktur beitragen. Der Einsatz indirekt wirkender Instrumente soll das Verhalten der privaten Marktteilnehmer so beeinflussen, dass über deren Reaktionen auf staatliche Maßnahmen die angestrebten wirtschaftspolitischen Ziele erreicht werden.

Berichte zur gesamtwirtschaftlichen Situation oder die Bekanntgabe wichtiger Wirtschaftsdaten durch staatliche Einrichtungen dienen der Information der Öffentlichkeit und sollen damit zur Verbesserung der individuellen wirtschaftlichen Entscheidungen der privaten Marktteilnehmer beitragen. Weitere Instrumente mit indirekter Zielwirkung sind beispielsweise staatliche Anreize und Maßnahmen wie die Gewährung von Sparprämien unter bestimmten Bedingungen oder staatliche Appelle wie Mahnungen an die Tarifpartner zu maßvollen Lohnabschlüssen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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