Währungsumstellung


Währungsumstellung. Unterschiede zwischen Währungsumstellung und Währungsreform

die Überführung aller auf eine nationale Währung (z. B. D-Mark) lautenden Vermögensgegenstände, Zahlungsverpflichtungen, Preise usw. auf eine neue Währung (z. B. Euro) im Rahmen einer Währungsunion. Die Umstellungskurse in Euro (siehe dort) im Rahmen der Europäischen Währungsunion wurden in einem recht komplizierten zweistufigen Verfahren festgelegt. In einem ersten Schritt hatte der Europäische Rat im Mai 1998 beschlossen, die bilateralen Leitkurse im Europäischen Währungssystem (siehe dort) als Grundlage für die Berechnung der Euro-Umrechnungskurse zu verwenden. Im zweiten Schritt wurden dann zum Jahreswechsel 1998/99 die Umtauschkurse des Euro zu den jeweiligen nationalen Währungen festgelegt. Aufgrund des einheitlichen Umstellungskurses kam es im Umstellungszeitraum nicht zu einer Veränderung der realen Kaufkraft des Einkommens oder des Vermögens. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Währungsumstellung auf Euro grundlegend von einer Währungsreform.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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