Widerstandsrecht

Das Widerstandsrecht bedeutet:
wenn Demokratie und Rechtsstaat zerstört wird
und zum Beispiel kein Gericht das verhindern kann,
dann dürfen Bürger und Bürgerinnen sich dagegen wehren.


In Artikel 20 (4) des deutschen Grundgesetzes steht:
"Gegen jeden, der es unternimmt,
diese Ordnung zu beseitigen,
haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand,
wenn andere Abhilfe nicht möglich ist".


Vor 1933 gab es in Deutschland eine Demokratie.
Die Nationalsozialisten haben die Demokratie zerstört.
Die Bürger und Bürgerinnen
konnten nicht mehr frei wählen.
Es gab keinen Rechtsstaat mehr.
Es gab viel Gewalt durch den Staat.
Das soll nie wieder passieren.

Deswegen ist zum Beispiel das Bundesverfassungsgericht wichtig.
Wenn Menschen, die für den Staat arbeiten,
Demokratie, Sozialstaat oder Rechtsstaat nicht beachten,
können Gerichte das verhindern.

Was aber, wenn die Demokratie, der Sozialstaat oder
der Rechtsstaat zerstört wird und das zum Beispiel
auch Gerichte nicht verhindern können?
Das Grundgesetz sagt:
Dann dürfen sich Bürger und Bürgerinnen
in Deutschland wehren.

SA -Männer prangern eine Frau und ihren jüdischen Bekannten öffentlich an (27.07.1933) (© picture-alliance, CPA Media/Pictures From History)




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