Schengener Abkommen

Im S. A. wurde vereinbart, dass zwischen den teilnehmenden Ländern die Binnengrenzen geöffnet und insb. keine Personenkontrollen mehr stattfinden. Zur Absicherung dieser Maßnahme wurde vereinbart, die gemeinsamen Außengrenzen stärker zu kontrollieren und die Zusammenarbeit der nationalen Polizeien und Justizbehörden besser auf einander abzustimmen und zu vertiefen (z. B. Schengener Informationssystem). Das S. A. ist Teil der EU-Verträge; ihm sind bisher 22 EU-Staaten (alle außer CYP, BGR, GBR, IRL, HRV, ROU) und vier Nicht-EU-Staaten (CHE, ISL, LIE, NOR) beigetreten. Da das Abkommen auch Nicht-EU-Mitglieder umfasst, wird oft die Bezeichnung »Schengenraum« verwendet.

Zunehmende Migration und Flüchtlingsbewegungen führen seit 2015 immer wieder zu zeitweiligen Aussetzungen der Vereinbarungen

Siehe auch:
EU-Vertrag
Abkommen
Migration
Vertrag von Amsterdam

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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