Vertrag über die Europäische Union (EUV)

Der 1993 in Kraft getretene EUV (auch: Vertrag von Maastricht; oft auch nur EU-Vertrag) baut auf dem seit den 1950er-Jahren verfolgten Integrationsprozess Europas und den bisherigen Verträgen der Europäischen Gemeinschaften auf. Er begründet die Europäische Union (zunächst der zwölf, ab 2004 der 25 und seit 2013 der 28 EU-Mitgliedsstaaten).

Mit diesem Reformschritt wurden a) eine Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) einschließlich gemeinsamer Währung (Euro, Code: EUR) und einer Europäischen Zentralbank (EZB) geschaffen, b) eine Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) entwickelt, c) die Zusammenarbeit in Justiz- und Innenpolitik erweitert und d) die europäischen Aktivitäten in weiteren Politikfeldern vertieft (transeuropäische Netze, Industriepolitik, Bildung und Kultur, Sozialpolitik etc.).

Der EUV wurde durch den Vertrag von Amsterdam, den Vertrag von Nizza und den Vertrag von Lissabon ergänzt und geändert. Zusammen mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) bildet der EUV den Kern des Primärrechts der EU.

Siehe auch:
Europäische Gemeinschaften
Europäische Union (EU)
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)
Währung
Europäische Zentralbank (EZB)
Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)
Industriepolitik
Bildung/Bildungswesen
Sozialpolitik
Vertrag von Amsterdam
Vertrag von Nizza
Vertrag von Lissabon
Primärrecht
Einheitliche Europäische Akte (EEA)
Europarecht
Europäische Verfassung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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