Staatsbürger

i. w. S. der Staatsangehörige (Staatsangehörigkeit), i. e. S. nur der Staatsangehörige mit vollen politischen Rechten, wie sie in der Demokratie mit dem Wahlalter erreicht und nur unter bestimmten Voraussetzungen verwirkt werden. Zu den staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten des Einzelnen gehören solche, die die Teilnahme an der Bildung des Staatswillens oder an der Ausübung der Staatsfunktionen betreffen (Wahlrecht, Recht zur Bekleidung öffentlicher Ämter als Ehrenbeamter, Zugang zum öffentlichen Dienst, Wehrpflicht u. a.). Nach Art. 33 Abs. 1 GG hat jeder Deutsche in jedem Land Deutschlands die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. Wer sich im Staatsgebiet aufhält, ohne S. i. w. S. (Staatsangehöriger) zu sein, ist Ausländer; seine Rechtsstellung im Aufenthaltsstaat bemisst sich nach dem Fremdenrecht. Besondere Regelungen gelten für Bürger der EU innerhalb der Mitgliedsstaaten.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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