Deutschland in Daten



Bevölkerung, Haushalte und Familien

Ein Plakat in Frankfurt wirbt für den Zensus - die letzte große Volkszählung 2011. (© picture-alliance/dpa)


Franz Rothenbacher/Georg Fertig



Im 19. und 20. Jahrhundert hört das Bevölkerungswachstum auf, die Wirtschaft zu belasten. Geburtenraten nehmen ab, die Kindersterblichkeit wird überwunden und die Lebenserwartung nimmt zu, sodass die Bevölkerung altert. Ehe und Familie werden für das soziale und wirtschaftliche Leben jenseits der Privatsphäre weniger bedeutsam, im späten 20. Jahrhundert dann auch quantitativ weniger gewichtig.

Die deutsche Bevölkerungsgeschichte der beiden vergangenen Jahrhunderte ist von drei grundlegenden Veränderungen geprägt, die uns – zusammengenommen – in eine völlig andere Welt katapultiert haben: Das Entkommen aus der malthusianischen Falle, der demografische Übergang und die Funktionsentlastung von Haushalt und Familie. Der erste Prozess bedeutet, dass ein beständiges Wachstum der Einkommen möglich wurde und nicht mehr wie zuvor immer wieder von einer zunehmenden Bevölkerung aufgezehrt wurde; der zweite Prozess bedeutet, dass Sterblichkeit und Geburtenzahlen zurückgingen, und zwar unumkehrbar; der dritte Prozess bedeutet, dass die heutige Gesellschaft weniger um das Paar von Mann und Frau herum organisiert ist und dass die soziale Rolle als Ehemann oder Ehefrau unser Leben nicht mehr so umfassend wie früher bestimmt. Im Folgenden wird auf diese drei Prozesse näher eingegangen und gezeigt, inwiefern sie in den hier dokumentierten Reihen sichtbar sind.

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