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28.1.2016

Lebenserwartung

Die Daten zur Entwicklung der Lebenserwartung haben einen ähnlichen Verlauf wie die Daten zur Körpergröße. Besondere Fortschritte in der Lebenserwartung sind ab Ende des 19. Jahrhunderts zu erkennen.

Tabelle 6: Lebenserwartung Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Interessanterweise zeigt die Entwicklung der Lebenserwartung in vielerlei Hinsicht eine ähnliche Entwicklung wie die der Körpergrößen, wenngleich einige Reihen erst im späten 19. Jahrhundert beginnen, dafür aber auch Werte für die 1990er und 2000er Jahre einschließen.


Abbildung 6: Lebenserwartung Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Ähnlich wie die Körpergrößen waren die Fortschritte bei der Lebenserwartung um die Mitte des 19. Jahrhunderts eher bescheiden, erst ab Ende des 19. oder Beginn des 20. Jahrhunderts setzten bedeutsame Fortschritte ein. Die europäische und nordamerikanische durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt stieg von etwa 40 Jahren (um 1880) auf 55 bis 60 Jahre in den 1930ern. Heutzutage liegt sie bei etwa 80 Jahren. Besonders interessant sind hier die japanische und die italienische Entwicklung. Italien begann enorm niedrig in den 1870er Jahren, bei nur etwa 30 Jahren, entfernte sich von diesem niedrigen Niveau rasch und erreichte etwa 55 Jahre in den 1930er Jahren. Japan lag ebenfalls deutlich unter den hier betrachteten Ländern und es war bis in die 1920er Jahre nur ein bescheidener Fortschritt festzustellen. Besonders große Fortschritte konnten in Japan in der Nachkriegszeit erreicht werden, als die Japaner ihre Ernährung deutlich umstellten und die medizinische Versorgung deutlich verbessert wurde. Ab den 1980er Jahren lag Japan sogar deutlich vor den anderen hier betrachteten Ländern. (siehe Tab 6, Abb 6)
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Jörg Baten, Herman J. de Jong

Jörg Baten

Prof. Dr., Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Eberhard Karls Universität Tübingen - Internationale Vergleiche


Herman J. de Jong

Prof. Dr., Faculty of Economics and Business, University of Groningen - Internationale Vergleiche


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