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Herausforderung Salafismus

Radikalisierungsprävention



Newsletter März 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für die Präventionsarbeit an Schulen haben in den letzten Jahren viele Organisationen gute Unterrichtsmaterialien entwickelt – dabei den Überblick zu behalten fällt jedoch schwer. In unserer kürzlich veröffentlichten Handreichung "Schule und religiös begründeter Extremismus" zeigen wir Ihnen daher in einer Übersicht, für welche Fächer, Jahrgangsstufen und Zwecke sich welche Materialien eignen und wie man das Thema behandeln kann ohne zu stigmatisieren.

Wir freuen uns sehr, dass der Infodienst mit der Handreichung nun auch wichtige Informationen für die Bildungspraxis in gedruckter Form anbieten kann. Bestellbar ist die Handreichung kostenlos im Shop der bpb.

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

April 2019 Mai 2019 Juni 2019

Aktuelle Meldungen

Diskussion über den Umgang mit deutschen "IS"-Anhänger/-innen



US-Präsident Donald Trump hat die europäischen Staaten per Twitter aufgefordert, aus Europa stammende Anhänger/-innen des sogenannten Islamischen Staates zurückzunehmen und sie vor Gericht zu stellen. Das hat auch in Deutschland in Politik und Medien für Diskussionen gesorgt.

Die Zeit hat FAQs zu dem Thema zusammengestellt sowie einen Kommentar von Yassin Musharbash veröffentlicht, in dem er dafür plädiert, die deutschen Staatsbürger/-innen zurück zu holen. Spiegel Online hat Positionen der Innenminister verschiedener Bundesländer zusammengefasst.

Bereits im Januar hat der Infodienst ein Interview mit Claudia Dantschke und Julia Berczyk von der Beratungsstelle HAYAT veröffentlicht. In diesem werden die Gefahren, die von Rückkehrer/-innen ausgehen, beleuchtet und Ansätze für den Umgang mit ihnen vorstellt.

Sollen Dschihadisten ihren deutschen Pass verlieren?



Als Reaktion auf die Diskussion über "IS"-Rückkehrer/-innen hat sich die Bundesregierung über den zukünftigen Umgang mit Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit beraten, die für Dschihadisten-Milizen an Kämpfen teilnehmen. Innenminister Horst Seehofer und Justizministerin Katharina Barley einigten sich laut Bericht des Deutschlandfunks darauf, dass diese zukünftig die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren sollten. Das halten Terrorexperten jedoch für Symbolpolitik, so die Zeit.

Frankreich wird möglicherweise Rückführung von "IS"-Anhänger/-innen anstoßen



Schon vor dem Tweet von Donald Trump war in Frankreich eine Debatte über den Umgang mit "IS"-Anhänger/-innen angestoßen worden – die Neue Zürcher Zeitung liefert dazu einen Überblick. Demnach hatte der Fernsehsender BFMTV berichtet, Frankreich wolle die Rückführung von rund 130 Frauen und Männern aus Syrien in Angriff nehmen, denen islamistischer Terrorismus vorgeworfen wird. Der französische Innenminister Christophe Castaner hätte diese Information im Interview mit dem Sender weder bestätigt noch dementiert. Stattdessen habe er darauf hingewiesen, dass es sich bei den inhaftierten Dschihadisten "in erster Linie um Franzosen" handle. Dies wäre als Bereitschaft dazu verstanden worden, die französischen Staatsbürger im eigenen Land vor Gericht zu stellen.

Diese Haltung weiche von der bislang eingenommenen Haltung ab, berichtete die FAZ. Zuvor hätte sich die französische Regierung geweigert, konsularische Hilfe zu gewähren und die Dschihadisten nach Frankreich zu überführen. "Sie werden von jenen zur Verantwortung gezogen, gegen die sie gekämpft haben, von den zuständigen örtlichen Gerichten", hätte sich Außenminister Jean-Yves Le Drian im Februar 2018 geäußert.

Debatte um Niqab-Verbot an Uni Kiel



Die Universität Kiel hat einer Studentin verboten, mit Niqab an Lehrveranstaltungen teilzunehmen, berichtet unter anderem Spiegel Online. Begründet wurde diese Entscheidung von der Universitätsleitung damit, dass die "Mindestvoraussetzungen für die […] erforderliche Kommunikation sichergestellt werden" müssten, wozu auch Mimik und Gestik gehörten. Die Studentin Katharina K. kündigte an, gegen diese Entscheidung zu klagen. Laut einem Bericht von t-online.de wird sie dabei von dem Verein "Föderale Islamische Union" unterstützt. Dessen Hauptakteure Marcel Krass und Dennis Rathkamp würden von den Verfassungsschutzbehörden der Länder schon länger beobachtet.

Die Angelegenheit hat für Streit in Schleswig-Holsteins Regierungskoalition gesorgt, wie die Kieler Nachrichten berichten. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich für ein gesetzliches Schleierverbot an Schulen und Hochschulen ausgesprochen und Rückendeckung von der FDP erhalten. Die Grünen lehnten dies jedoch ab. Aus Sicht der Anti-Diskriminierungsbeauftragten des Landes gibt es für das Verbot keine Rechtsgrundlage.

Muslimische Kita in Mainz muss schließen



Die Stadt Mainz hat dem Arab-Nil-Rhein-Verein die Betriebserlaubnis für die Kita Al-Nur entzogen und die Zahlungen an den Träger eingestellt, berichtet der der SWR. Nach Ansicht des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung stünde der Verein nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes. Er vertrete unter anderem Inhalte der Ideologie der Muslimbruderschaft und des Salafismus.

Zum Bericht auf swr.de

Zahl der Salafisten in NRW steigt erstmals seit acht Jahren nicht weiter an



Zum ersten Mal seit acht Jahren ist die Anzahl der Salafisten in Nordrhein-Westfalen nicht angestiegen, berichtet die Rheinische Post. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums läge sie mit 3.100 zu Beginn des Jahres auf dem Niveau des Vorjahres. Das Bundesinnenministerium teilte der Zeitung mit, bundesweit läge die Zahl der Salafisten bei 11.500. Im Vorjahr seien es 11.300 gewesen.

Zum Bericht auf rp-online.de

Kerstin Sischka: Adoleszenz zwischen Höllenangst und Sehnsucht nach dem Paradies



Was ist bekannt über die Beziehung zwischen Radikalisierung und psychischer Erkrankung? Diplom-Psychologin Kerstin Sischka beschreibt auf ufuq.de die Beziehungen zwischen akuten Krisen, psychischer Instabilität und Radikalisierungsprozessen im Jugendalter. Sie nähert sich der psychischen Innenwelt von radikalisierungsgefährdeten und radikalisierten jungen Menschen in Deutschland und Europa aus einer vorwiegend psychoanalytischen Perspektive. Dabei greift sie auf zentrale Autor/-innen aus dem französisch- und englischsprachigen Kontext zurück.

Zum Beitrag auf ufuq.de

Götz Nordbruch: Islamistische Initiativen wie "Realität Islam" profitieren von Leerstellen in Schule und Sozialarbeit



Mit Kampagnen und direkten Ansprachen in Jugendeinrichtungen, Schulen und Moscheen wenden sich islamistische Initiativen wie "Realität Islam" vor allem an junge Erwachsene. Dabei schließen sie oft Lücken, die in Schule, Jugend- und Sozialarbeit entstanden sind. Die ideologischen Hintergründe sind nicht immer sofort erkennbar. Götz Nordbruch beschreibt auf ufuq.de die Aktivitäten von islamistischen Initiativen.

Zum Beitrag auf ufuq.de

Projektvorstellung: Muslimische Präventionsarbeit in Bonn



Der muslimische Non-Profit-Verein "Haus der Generationen" in Bonn leistet seit zehn Jahren in Kooperation mit der Stadt Präventionsarbeit bei jungen Musliminnen und Muslimen. Beteiligt ist auch die Otto-Benecke-Stiftung mit dem pädagogischen Jugendprojekt "Ma'an - Miteinander". Der Bonner General-Anzeiger stellt das Projekt vor.

Zum Beitrag auf general-anzeiger.de

Die Region Flandern in Belgien und NRW kooperieren im Bereich der Extremismus-Prävention



Im März hat der Träger des Wegweiser-Standorts Köln, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), mit dem Präventionsträger in Antwerpen, CEAPIRE, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Kooperationspartner verpflichten sich zum fachlichen Wissensaustausch und zu regelmäßigen Treffen.

Zur Meldung auf land.nrw.de

Handreichungen und Materialien

Materialien: "Konzepte – Methoden – Handlungsempfehlungen" – Gesicht Zeigen!



"Die Freiheit, die ich meine" ist ein Projekt zur politischen Bildung des Vereins "Gesicht Zeigen!". Das Projekt orientiert sich an den Bedürfnissen muslimischer Mädchen und Frauen und deren Lebenswirklichkeit in Berlin Mitte. Nun wurde eine Mappe mit Methoden, Konzepten und Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Die Materialien sind niedrigschwellig, aktivierend und spielerisch konzipiert.

Das Team des Vereins hat im Rahmen der Projektarbeit bereits verschiedene Materialien entwickelt, die eine zwanglose Diskussion über "Religiosität" bis hin zu schwierigen Themen wie "islamistischer Extremismus" und "Radikalisierung" ermöglichen sollen.

Zum Download auf gesichtzeigen.de

Handreichung: Lernarrangements zur Förderung von Medienkritikfähigkeit im Umgang mit Internetpropaganda – CONTRA



Eine Handreichung mit drei aufeinander aufbauenden Lernarrangements für den Einsatz im Schulunterricht ist im Rahmen des EU-Forschungsprojekts CONTRA erschienen. CONTRA steht für "Countering Propaganda by Narration Towards Anti-Radical Awareness”. Ziel der Handreichung ist die Förderung von Medienkritikfähigkeit im Hinblick auf extremistische Propaganda, Hate Speech und Fake News. Jedes Lernarrangement kann in einem Zeitrahmen von etwa 90 Minuten angeboten werden. Eingesetzt werden können die Lernarrangements ab der 8. Jahrgangsstufe. Die Anbindungsmöglichkeiten an Unterrichtsfächer sind aufgrund der medienpädagogischen Ausrichtung und des thematischen Bezugs zu Fragen von Demokratie und Grundrechten vielfältig. So sind die Lernarrangements für den Einsatz im Politikunterricht ebenso geeignet wie für die Verwendung in den Fächern Deutsch oder auch Praktische Philosophie.

Zum Download der Handreichung auf project-contra.org

Materialien: Projekt "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt" – Deutscher Volkshochschul-Verband



Im Projekt "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt" werden Unterrichtseinheiten in Bildungsangeboten der VHS-Landschaft entwickelt und erprobt. Sie sollen junge Menschen gegen extremistisch motivierte Ansprachen stärken. Erschienen sind nun drei Materialien:

Handreichung zum Einsatz des Kurskonzepts RADIKAL im Integrations- und Orientierungskurs für junge Erwachsene
Das Kurskonzept "Was bedeutet RADIKAL – Thematisierung von Radikalisierungsmotiven" wurde für den Einsatz im Integrations- und Orientierungskurs für junge Erwachsene angepasst. Es umfasst zwei Kurseinheiten à 90 Minuten und eine Kurseinheit à 45 Minuten.

Zum Download des Kurskonzepts auf politischejugendbildung.de

Unterrichtsreihe "Was bedeutet RADIKAL?!? – Thematisierung von Radikalisierungsmotiven”
Die Unterrichtsreihe ist gegliedert in drei Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und dient der Prävention von Radikalisierungsprozessen junger Menschen.

Zum Download der Unterrichtsreihe auf politischejugendbildung.de

Broschüre "Radikalisierungsprävention im Bildungsangebot der Volkshochschulen”
Was beutet Radikalisierungsprävention? Welche Formen des politischen und religiösen Extremismus existieren? Welche Motive begünstigen eine Radikalisierung junger Menschen? Die Broschüre soll diese Fragen klären und Anregungen geben, wie Präventionsarbeit im VHS-Kontext implementiert werden kann.

Zum Download der Unterrichtsreihe auf politischejugendbildung.de

Materialien von Wegweiser in Ostbelgien



Die Wegweiser-Anlaufstelle in Ostbelgien beruht auf einem Zusammenarbeitsabkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen. In Kooperation mit der kanadischen Beratungsstelle "Centre de prévention de la radicalisation menant à la violence" hat Wegweiser Ostbelgien eine Reihe von französischsprachigen Materialien ins Deutsche übersetzt. Dabei geht es unter anderem um die Erkennung von Radikalisierungsprozessen, die Präventionsarbeit in Schulen, Informationen für Eltern sowie den Umgang mit radikalen Positionen von sogenannten Hasspredigern.

Zum Download auf wegweiser.be

Studien und Berichte

Jugendschutz.net: Islamistische Inhalte auf Telegram



Der Messenger-Dienst Telegram hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Verbreitungswege für islamistische Propaganda im Netz entwickelt. Durch Tod oder Festnahme vieler Akteure vor allem aus dem gewaltbereiten Spektrum sowie territoriale Verluste des "IS" in Syrien und dem Irak hat sich auch die Online-Propaganda verändert. Jugendschutz.net hat auf der Internetseite "Hass im Netz" einen Report mit aktuellen Beispielen veröffentlicht.

Bis 2017 wurde seitens des sogenannten Islamischen Staates und dessen Sympathisanten noch intensiv zur Ausreise aufgerufen und mit Bildern und Videos für ein angeblich ideales und intaktes "Kalifat" geworben. Zwar finden sich auf Telegram weiterhin offensichtlich dschihadistische Beiträge, die Propaganda wird jedoch zunehmend dominiert von Angeboten, die mit einer lebensweltnahen Kommunikation und subtileren Ansprache junge Userinnen und User für ihre Ideologie gewinnen wollen.

Zum Report auf hass-im-netz.de

„Extreme Out“: Abschlussdokumentation mit Handlungsempfehlungen



Zum Projekt „Extreme out – Empowerment statt Antisemitismus“ ist eine ausführliche Abschlussdokumentation erschienen. Sie enthält unter anderem eine Analyse des Themas „Antisemitismus bei muslimischen Jugendlichen in Deutschland“. Darüber hinaus stellt sie die zentralen Module und Kerninhalte des Projekts vor und gibt Handlungsempfehlungen für die politische Bildungsarbeit. Durchgeführt wurde das Projekt an Schulen in Dinslaken und Duisburg, gefördert wurde es vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge.

Zum Download: www.lib-ev.de

bicc: "Theologie, Therapie oder Teilhabe? Deutscher Salafismus, Radikalisierung und die Suche nach Präventionsstrategien" (CoRE Report 8)



Im Rahmen des Projekts "Radikalisierungsprävention in Nordrhein-Westfalen: Wie können die Kapazitäten von Intermediären gestärkt werden?" wurde ein erstes Working Paper veröffentlicht. In diesem regt Marc von Boemcken drei mögliche Orientierungspunkte für die Entwicklung inländischer Präventionsstrategien an: Fokus auf Gewaltprävention, Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit, Ermöglichung der gewaltfreien Austragung von Wertekonflikten.

Im Projekt sollen in den nächsten anderthalb Jahren konkrete Empfehlungen für die praktische Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen erarbeitet werden. Das Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und durch das CoRE-Netzwerk wissenschaftlich koordiniert ("Connecting Research on Extremism").

Zum Download auf bicc.de

Fachhochschule Dortmund: "Die jugendkulturelle Dimension des Salafismus aus der Genderperspektive" (CoRE Report 7)



Auch das Forschungsprojekt "Die jugendkulturelle Dimension des Salafismus" der Fachhochschule Dortmund hat einen ersten Report veröffentlicht. In diesem führen die Autor/-innen unter anderem empirische Befunde dafür auf, dass Salafismus eine Jugendkultur darstellt. Sie listen Ursachen dafür auf, dass sich Jugendliche salafistischen Szenen anschließen, sie begründen die Attraktivität strenger religiöser Ansichten für Jugendliche und erläutern, warum der Salafismus für Mädchen und junge Frauen attraktiv sein kann.

Das Projekt geht der Frage nach, weshalb salafistisch-islamistische Ansichten für junge Menschen attraktiv sind. Das Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und durch das CoRE-Netzwerk wissenschaftlich koordiniert ("Connecting Research on Extremism").

Zum Download des Reports auf uni-bielefeld.de

RAN: Ex Post Beiträge



Das europäische Radicalisation Awareness Network (RAN) hat eine Reihe von Beiträgen in englischer Sprache veröffentlicht, die im Rahmen von Veranstaltungen des Netzwerks entstanden sind ("Ex-Post-Papers"):

The role of primary education in preventing radicalisation: a realistic and optimistic perspective

High-Level Conference on child returnees and released prisoners

The challenge of resocialisation: Dealing with radicalised individuals during and after imprisonment

Revisiting the notion of prison as a breeding ground for radicalisation

Neuerscheinungen

Siegfried Grillmeyer, Karl Weber (Hrsg.): "Das Religiöse ist politisch: Plädoyer für eine religionssensible politische Bildung"



Religiöse Vielfalt wird immer wieder in der öffentlichen Wahrnehmung problematisiert und als Erklärung für gesellschaftliche Konflikte instrumentalisiert. Religiöse Einstellungen und der Umgang mit religiöser Vielfalt sind auch für junge Menschen Thema, das zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse der jüngsten Shell-Jugend-Studie zu Identität und Religion im Jugendalter. Der Sammelband, der von Siegfried Grillmeyer und Karl Weber herausgegeben wurde, nimmt Bezug auf aktuelle Studien, begründet die Notwendigkeit einer religionssensiblen politischen Bildung und erörtert konkrete Perspektiven für die politische Bildungspraxis.

Das Buch ist am 25.2.2019 beim Echter Verlag erschienen und umfasst 120 Seiten. Es kann zum Preis von 5,00 Euro bestellt werden.

Carsten Linnemann und Winfried Bausback (Hrsg.): "Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland"



CDU-Vizefraktionschef Carsten Linnemann und der ehemalige bayerische CSU-Justizminister Winfried Bausback haben gemeinsam einen Sammelband zur Auseinandersetzung mit dem "politischen Islam" herausgegeben. Beiträge dafür haben unter anderem Marwan Abou Taam, Necla Kelek, Ahmad Mansour und Boris Palmer verfasst. Bestandteil des Buches ist ein Paket mit Maßnahmen, mit dem sich die Autoren an die Politik richten. Die Zeit ordnet einige dieser Forderungen in ihrer Rezension kritisch ein. n-tv berichtet von der Buchvorstellung.

Das Buch ist am 18.2.2019 bei Herder erschienen und umfasst 288 Seiten. Es kann zum Preis von 22,00 Euro bestellt werden.

Video- und Audio-Beiträge

Im Kino: Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats"



Für die Arbeit an "Of Fathers and Sons" kehrte der aus Syrien geflüchtete und seit 2013 in Deutschland lebende Regisseur Talal Derki in seine einstige Heimat zurück. Dort stellte er sich als Kriegsfotograf und Sympathisant der Dschihadisten vor. Mit offizieller Drehgenehmigung von den al-Nusra-Brigaden hat Derki Abu Osamas Familie über einen Zeitraum von zwei Jahren, von 2014 bis 2016, mit der Kamera begleitet.

Zur Rezension und Unterrichtsvorschlag auf kinofenster.de

Zur Rezension auf sueddeutsche.de

SWR: "Wie soll man mit deutschen IS-Kämpfern umgehen?" (Audio, 44 Minuten)



Über den Umgang mit deutschen Anhänger/-innen des sogenannten Islamischen Staats diskutierten beim SWR Dr. Matthias Hartwig (Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht), Bruno Schirra (freier Journalist und Autor, Berlin) und Dr. Guido Steinberg (Islamwissenschaftler und Terrorismus-Experte, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin) unter der Leitung von Michael Risel.

Zum Audio-Beitrag auf swr.de

Demokratie leben!: Dokumentation zur Präventionspraxis in Deutschland (Video, 35 Minuten)



Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden zahlreiche Präventionsprojekte gefördert. Im Dokumentarfilm berichten Präventionsakteure von ihrer Arbeit. Eine Web-Dokumentation bietet Hintergründe zum Film. In Animationen werden ausschnitthaft Szenen wiedergegeben, die das Filmteam während der Reise durch Deutschland erlebt hat.

Zur Dokumentations-Website projekt-praevention.de

Deutschlandfunk: "Den Salafisten Konkurrenz machen" (Audio, 7 Minuten)



Junge Muslime bekommen auf ihre Fragen in Deutschlands Moscheen nur selten befriedigende Antworten, kritisiert der islamische Theologe Samet Er. Oft würden nur Salafisten die Sprache der Jugendlichen sprechen. Samet Er will das ändern.

Zum Audio-Beitrag auf deutschlandfunk.de
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