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Vor 15 Jahren: Terroranschläge in den USA – 9/11

11.09.2016

Die Ereignisse am 11. September 2001 erschütterten die USA und die ganze Welt. Bei Terroranschlägen kamen vor 15 Jahren mehr als 3.000 Menschen ums Leben. 9/11 hatte nicht nur für die USA weitreichende politische Folgen.

Am 11. September steuern Terroristen von al-Quaida zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. (© picture-alliance/AP)


Bei Terroranschlägen kamen am 11. September 2001 in den USA mehr als 3.000 Menschen ums Leben. Mehr als 6.000 Menschen wurden verletzt. Terroristen der islamistischen Terrorgruppe al-Quaida entführten an diesem Tag vier Passagierflugzeuge und brachten diese gezielt zum Absturz: Zwei Flugzeuge flogen in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, die daraufhin zusammenstürzten. Ein weiteres lenkten die Terroristen in das Pentagon, den Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington D.C.. Die Passagiere des vierten Flugzeugs verhinderten, dass das entführte Flugzeug sein vorgesehenes Ziel, das Weiße Haus, erreichte. Die Maschine stürzte in Pennsylvania ab.

Die Regierung der USA unter Präsident George W. Bush kündigte daraufhin den Krieg gegen den Terror an. Zunächst rückten die USA in Afghanistan ein, knapp zwei Jahre später begann der Krieg im Irak.

In den Vereinigten Staaten selbst wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Mit dem USA PATRIOT Act (the Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act of 2001) erhielten fünf Wochen nach den Anschlägen das FBI und andere Bundesbehörden umfassende Befugnisse. Der PATRIOT Act sollte die Ermittlung bei Terrorverdacht erleichtern, geriet aber auch in Kritik, da die Überwachungsmöglichkeiten als zu weitreichend und als Verletzung von Freiheit und Bürgerrechten gesehen wurden.

Nach den Anschlägen des 11. September veränderte sich weltweit die Sicherheitspolitik vieler Staaten, um der Bedrohung durch den transnationalen Terrorismus zu begegnen.

Afghanistan-Krieg

Außenpolitisch begann der "Krieg gegen den Terror" mit einer militärischen Offensive der USA in Afghanistan: Die dortige islamistische Taliban-Regierung hatte die Terrorgruppe al-Quaida seit Jahren unterstützt. Zum erstem Mal rief die NATO den Bündnisfall nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags aus: Am 7. Oktober 2001 begannen die NATO-Truppen unter Führung der USA den Angriff auf Afghanistan. Auch die deutsche Bundeswehr beteiligte sich an dem Krieg.

Irak-Krieg

Auch der Krieg im Irak stand unter dem Zeichen der neuen außenpolitischen Ausrichtung nach den Terroranschlägen vom 11. September. Anders als in Afghanistan erfolgte der Angriff der USA und ihrer Verbündeten ohne UN-Mandat und ohne Unterstützung durch die internationale Staatengemeinschaft. Am 20. März 2003 marschierten die USA und eine "Koalition der Willigen" in den Irak ein.

Internationale Sicherheitspolitik

Die Anschläge hoben den islamistischen Terrorismus in seiner transnationalen Ausrichtung auf die Bühne der internationalen Sicherheitspolitik. So wurde auch in Deutschland eine Reihe innen- und sicherheitspolitischer Gesetzesreformen verabschiedet. Zugleich entwickelte sich ein gesellschaftlicher Dialog über staatliche Maßnahmen im Spektrum von Freiheit und Sicherheit.

Erinnerung an 9/11

Die Terroranschläge vor 15 Jahren haben sich weltweit ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Anschläge veränderten nicht nur das internationale Sicherheitsempfinden, sondern auch das nationale Bewusstsein der USA und anderer westlicher Gesellschaften.

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